Die Raumfähre Endeavour

Gestern gönnten wir uns einen freien Nachmittag, und mein Team und ich machten uns auf nach Los Angeles zum California Science Center.

Dort ist seit 2012 die Raumfähre Endeavour untergebracht und man kann sie dort besichtigen.

Die Endeavour hatte 1992 ihren Jungfernflug und flog ihre letzte Mission 2011. Insgesamt flog die Endeavour 122.883.151 Meilen (ganz viele km) und verbrachte 299 Tage im Weltall.

2012 wurde die Raumfähre vom Kennedy Space Center in Florida nach Los Angeles, Kalifornien transportiert.

Das hätte ich gerne miterlebt.

Zuerst wurde die Endeavour im Tiefflug – von einem Raumfähre-Träger getragen – über die USA geflogen und landete am Los Angeles Flughafen (LAX). Von dort wurde sie 4 Tage lang zum California Science Center durch die Strassen von Los Angeles gezogen. Die Strecke ist 12 Meilen (19km) lang. Bäume mussten vorher gestutzt werden, Ueberlandkabel abmontiert werden, und die Elektrizität wurde in den betroffenen Strassen ausgeschaltet. Und anscheinend klappte alles, ohne ein Haus oder eine Telefonzelle zu zerstören!

Im Vergleich zu einem Flugzeug wirkt die Raumfähre ganz klein. Leider kann man nicht reinschauen oder gar reingehen.

Hier sind die drei Triebwerke zu sehen. Sie werden beim Start und Aufstieg vom externen Tank mit Treibstoff versorgt.

Die Raumfähre ist zur Zeit in einer provisorischen Halle untergebracht, und dort passt der externe Tank nicht hinein, daher liegt dieser draußen herum:

Ich glaube beim nächsten Team-Ausflug bringe ich mein Team zum Jet Propulsion Lab (JPL), wo u.a. die Mars Rover entwickelt wurden.

Unwetter in L.A.

Endlich Regen!

Wie ihr ja wisst, ist Kalifornien in einer laaaaangen Dürre-Periode. Wir brauchen Regen, da unsere Trinkwasserreservoirs nicht mehr adäquat gefüllt sind.

Dürre wird an drei Faktoren gemessen: Regenwasser für die Reservoirs, Schneemasse für Wasserlauf im Frühling bei der Schneeschmelze und Grundwasser.

Nach den letzten Regenfällen (und ein paar stehen uns noch bevor), sind die Reservoirs fast wieder gefüllt und wir haben wahrscheinlich genug Schneefall in den Bergen gehabt. Der Grundwasserspiegel füllt sich allerdings nicht so schnell auf und braucht Jahre, um sich zu erholen. (hier ist mehr auf englisch: https://ca.water.usgs.gov/data/drought/)

Nordkalifornien ist offiziell nicht mehr in einer Dürre-Periode. Wir in Südkalifornien sind noch drin, aber eventuell heraus, wenn die neusten Daten diese Woche herauskommen.

Was hat das nun mit dem Unwetter zu tun? Eine Menge!

Los Angeles ist ein Betonblock. Strassen, Highways, Freeways, Parkways, Boulevards. Der Boden, der nicht zubetoniert ist, ist von der Dürre voellig ausgetrocknet und kann kaum oder kein Wasser aufnehmen.

Freitag morgen in Glendale, Kalifornien

Da es nicht oft regnet in Südkalifornien, haben viele Strassen keinen vernünftigen Wasserablauf. Das heisst, selbst bei normalem Regenfall kann das Regenwasser nicht ablaufen und Strassen sind schnell überflutet.

Bei den (für Kalifornien) heftigen Regenfällen am Freitag wurden zahlreiche Strassen und Highways (inklusive der Higways I5 und I15 – zwei der wichtigsten Verkehrshauptadern in Kalifornien) zeitweise überflutet, eben da das Wasser nicht ablaufen konnte. Diese Strassen wurden dann kurzzeitig gesperrt. übrigens waren beide Highways im letzten Jahr wegen Buschfeuer auch zeitweise gesperrt – also nichts ungewöhnliches für Kalifornien.

Das Wasser will natürlich ablaufen und sucht sich den Weg des wenigsten Widerstandes, was dann oft zu starken Ansammlungen und Wasserabläufen führt und dort zu Schlammlawinen.

Idioten und fehlenden Strassenmarkierungen

Verkehr ist natürlich auch immer ein Problem bei Regen, zum einen natürlich durch Idioten, die sich nicht den Wetterverhältnissen anpassen. Zum anderen durch Strassenmarkierungen, die bei Regen nicht zu sehen sind. Das ist ganz spannend…

Ich bin während eines Regentages abends zu Freunden gefahren und habe im Regen keine Strassenmarkierungen auf dem Highway sehen koennen. Da lobe ich mal die Engländer, die auf allen Motorways Reflektoren als Strassenmarkierungen haben.

Beides, Idioten und fehlende Strassenmarkierungen, führen leider immer wieder zu teils schweren Unfällen. Das ist natürlich tragisch, aber doch die Ausnahme, die dann in den Nachrichten heutzutage hochgespielt werden.

Tip: Bei starken Regenfällen (oder Schnee) fahrt vorsichtig oder bleibt zu Hause!

Hollywood Farmer’s Markt

Heute habe ich endlich mal den Hollywood Farmer’s Markt besucht. Er lag recht weit oben auf meiner Liste, von Dingen, die ich in L.A. besuchen möchte.

Nachdem ich einige kleinere und etwas nähere Farmer’s Märkte enttäuscht verlassen habe, dachte ich schon, die Südkalifornier hätten es einfach nicht ganz so wie die Nordkalifornier, wenn es um Farmer’s Märkte geht. Aber nun weiß ich, man muss nur den richtigen finden.

Ca 160 Stände gibt es in Hollywood auf dem Farmer’s Markt. Von frischem Obst und Gemüse, Fleisch und Brot bis hin zu Schmuckständen und Crepeverkäufern.

Und schön bunt!

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