Der Tag nach der Wahl

Im Büro war es ruhig. Unheimlich ruhig.

Der übliche „Guten Morgen“-Gruß wurde ein leise gemurmeltes „Morgen“.

Anstelle eines fröhlichen „Wie geht’s?“, gab es ein leichtes Kopfnicken mit düsterem Blick.

Der Schock saß allen in den Knochen.

Leise Gespräche über das Unverständnis am Ausgang der Wahl in der Küche.

Im stillschweigendem Gemeinsam wurde ab mittags auch nicht mehr über die Wahl geredet.

Nach der Mittagszeit wurde es langsam lauter – aber immer noch nicht ganz bis zur normalen Lautstärke heran.

Ab 15 Uhr brach eine Welle von „Let’s get a drink“-Gesprächen los. Ab 16 Uhr war das Büro fast leer und die Kneipe um die Ecke voll.